Extremes Beispiel

Hier habe ich auf YouTube ein extremes Beispiel für eine Partnerschaft zwischen einer jungen Frau und einem älteren Mann gefunden:

In dem Mann kann ich mich zwar nicht wiederfinden, schon weil ich keine Tochter habe, die fast so alt ist, wie seine Frau, aber auch sonst. Ich bin schon sehr, sehr anders!

Die Frau könnte mir jedoch lieben. Rote Haare sind mir übrigens auch sympathisch, aber jetzt meine ich nicht äußeres. Das ist Sympathie, Verständnis, Gefallen.

Wechseljahre

Ich habe hier auf diesem Blog ja schon einmal über das Thema ‚junge Frau und alter Mann‘ geschrieben: Alte Väter kriegen kluge Kinder

Zu diesem Aspekt ist mir noch etwas klar geworden. Wenn wir in die Wechseljahre kommen, verlieren wir hormonell unsere Geschlechtlichkeit weitgehend. Männer werden weiblicher und Frauen männlicher.

Männer sind bei diese hormonellen Umstellung etwa 20 Jahre als Frauen. Wenn nun ein älterer Mann und eine jüngere Frau zusammen leben, dann fallen diese Verändrungen eher zusammen. Und vielleicht ist das ganz günstig. Die Rollen werden eher synchron neu gefunden. Und vielleicht ist das auch ein Grund dass sich Männer und Frauen tendenziell eher in dieser Konstellation zusammen finden. Vielleicht sind solche Beziehung sogar besonders stabil. Es scheint halt sehr, sehr antiquiert. Wer darüber genaueres weiß, möge es mir sagen.

Bei mir melden sich Frauen, die sind nicht viel jünger als ich. Ich fühle mich denen sehr verbunden, die – eben wie ich – ’spät dran sind‘. Ich kann mit dem, was ich lese gut mitfühlen, es ist oft eine gewisse Gelassenheit. Und tatsächlich zögere ich dann doch immer wieder. Ich glaube es sind die zerbrochenen jahrelangen Beziehungen die ich dann herauslese. Da kann ich an keine eigene Erfahrung anknüpfen. Ich war nie länger in einer Beziehung und kann mir nicht vorstellen, eine Beziehung wieder aufzulösen. Ich habe dieses ’sich Auseinanderleben‘ nicht erlebt und kann dazu nicht viel sagen. Ein bisschen fürchte ich mich wohl auch vor Vorurteilen, die sich da schon gebildet haben könnten. Wie sollte ich damit umgehen können?

Kann man sich nach jahrelanger Enttäuschung nochmal wirklich auf einen anderen Menschen vorbehaltslos einlassen? Jedenfalls will und kann ich kein Ersatz sein, für einen andern, der ausfiel.

Ich habe schon zwei mal erlebt wie ihre alte Beziehung wieder zurück kam. Das war natürlich schmerzhaft für mich. Aber im letzten Fall, als der Vater ihres Kindes wieder zurück kam. Da hat es mich auch gefreut, für die Familie, dass sie wieder zusammen gefunden hat. Und trotzdem meine ich, sie ist nicht wirklich glücklich damit geworden. Das ist der Wermutstropfen.

Das gibt es eben auch, Frauen die bringen Kinder mit. Das ist schön, denn dann eist das, was ich mir wünsche schon zusammen: Frau und Kinder. Dann fällt auch die Frage weg, ob es noch klappen könnte, mit Kindern. Doch gerade da ist oft die Beziehung zum früheren Partner, zum Vater des Kindes, besonders stark und dauerhaft und auch nicht so einfach aufzulösen. Dann bin ich ganz besonders zerrissen. Denn ich würde gerne helfen, dass sich die Beiden – und das Kind! – wieder zusammen finden. Andererseits habe ich ja mit solchen Situationen gar keine Erfahrung. Da fühle ich mich überfordert.

Erwachsen genug, um dich ernsthaft auf eine gemeinsame Zukunft einlassen zu wollen.

Jugendlich genug, um das noch ohne Reserviertheit und mit ganzer Seele zu tun.

Das wünsche ich mir.

Dann spielen Jahrgang und die Kinder-Frage keine solche Rolle mehr.

Jetzt habe ich viel geschrieben. Viele Gedanken. Und doch muss ich zugeben. Junge Frauen, in der Blüte ihrer Weiblichkeit, die finde auch ich schon beim hinschauen attraktiv. Das ist die körperliche Dimmension – siehe meinem letzten Beitrag. Da muss dann nur noch der seelische und geistige Aspekt dazukommen… 😉

Papa, Telefon!

Da habe ich einen älteren Kollegen angerufen und da meldet sich ein kleines Kind. Nachdem ich gesagt hatte, wer ich bin und was ich will, sucht es den Papa und ich höre durchs Telefon mit. Das der Papa verlangt wird, das kann es der Mama schon weitergeben. Wer am Telefon ist? „Das habe ich vergessen.“

Dieser Anruf hat mich so berührt. Ganz überraschend mitzubekommen, das der ältere Kollege (sicher über 50) ein kleines Kind hat, das hat mich so ermutigt. Ich bin nicht zu alt.

Wenn ich Familien mit Kindern erlebe, das rührt mich an. Dann wünsche ich mir Teil so einer Gemeinschaft zu sein, nach dieser Vertrautheit und Nähe.

Eine Frau schrieb mir, einen Wunsch nach einem eigenen Kind entwickle sie erst in einer festen Beziehung. Ich kann das nicht so trennen. Ich sehne mich nach Vertrautheit und Nähe, dieses füreinander da sein, wie ich es eben in Familien wahrnehme.

Dieses Gefühl der Nähe wünsche mir auch zu einer Frau. Diese Beziehung von Mensch zu Mensch hat verschiedene Dimensionen. Da ist die intelektuelle Dimension. Die kann man ganz gut testen, wenn man sich schreibt. Dann ist da eine gefühlsmäßige Dimension. Ich denke die kann man nur persönlich erleben. Und dann gibt es noch eine körperliche Dimension.

Als ich letzte Woche eine  Frau traf, war sie irritiert. Sie fragte mich, ob ich das echt sei, oder ob ich eine Rolle spielte. Ich merkte, wie wir uns fremd blieben. Wir konnten uns gut unterhalten, das war diese intelektuelle Dimension. Aber gefühlsmäßig kamen wir nicht zusammen. Je mehr ich sie ansah, desto irritierter war sie. Mir hat sie gefallen mit ihrer alternativen Art und ich dachte wie nahe wir uns in unserem Denken waren. Ich sah in ihr eine Offenheit für mich mit meinen Eigenarten, sobald wir uns begegnet waren fragte ich mich, ob sie sich wohl auf mich einlassen, mit mir leben wolle. Das kann man nicht inteketuell entscheiden und an diesem Knackpunkt lag ich interessanterweise intuitiv auf dem wunden Punkt, denn: Frapierend deutlich wurde mir der Gegensatz, dass keine Gefühl entstand. Da habe ich einen blinden Fleck. Ich denke, da muss du mit mir viel Geduld haben. Aber gerade diesen Schritt ins Gefühlsmäßige, das suche ich.

Wenn ich alleine bin, zuhause, dann erlebe ich alle drei Dimmensionen der Einsamkeit. Die körperlich läßt sich scheinbar am leichtesten überwinden, indem ich mich selbst berühre. Aber das ist natürlich nur eine Fata Morgana.

Wenn ich in eine Beziehung zu einer Frau getreten bin, dann ist der körperliche Aspekt eigentlich immer sehr schnell zurückgetreten hinter den seelischen. Ich glaube da haben wir uns synchronisiert. Ich hatte dann kein sexuelles Verlangen, solange sie nichts von mir wollte. Ich denke, das ist natürlich. Aber so weit, dass sie es von mir wollte, ist es ganz selten gekommen. Aber wenn es passiert, dass eine Frau mir das Gefühl gibt, ein Kind von mir zu wollen (und das ist ja die eigentliche Motivation der Sexualität), dann ist das das erotischste Eregendste und Schönste, was ich kenne. Und so kann ich den Wunsch nach Partnerschaft und Kindern gar nicht trennen.

Wenn man sich sieht und noch nicht kennt, dann wirkt die äußerliche, körperliche Atraktivität. Was anderes ist noch gar nicht da. Aber ich glaube, ich kann und will nur den Weg vom Gefühl zum Körperlichen gehen, nicht anders herum. Deshalb sind mir auch Frauen, die mit ihren weiblichen Reizen offensiv spielen unangenehm.

Asperger

Nun habe ich endlich etwas darüber gefunden, wo ich gefühlsmäßig mit gehen kann. Dieses Youtube-Video fand ich sehr eindrücklich. Dort erzählt der junge Mann, wie er als kleines Kind geschnitten wurde. Er nennt es Bullying. Das ist es was auch ich erlebt habe. Die Erklärungsansätze in dem Video sind mechanistisch, naja. Man erlebt einfach als Kind, dass man andere Kinder beobachtet, aber in einer anderen Gedankenwelt lebt.

Die ruhige Art, wie der junge Mann spricht und fühlt, da kann ich mich wiederfinden. Das ist das erste Mal, dass ich ein Gefühl dafür bekomme, was mit Asperger-Syndrom gemeint ist. Auch er sagt, er könne nicht einschätzen, welcher Witz ankomme. Ich habe ja sogar im Vermessungspraktikum eine Schülerin zum Heulen gebracht mit meinem Scherz über Rudolf Steiners Aussage zur Rolle der Mädchen im Vermessungspraktikum,. (Sie machte es genau so wie es heute so unendlich antiquirt wirkt: Die Jungen sollten vermessen und die Mädchen ihnen dabei zusehen. Darüber zu scherzen bekam sie absolut in den falschen Hals.)

Dann habe ich noch dieses Video gefunden:

Auch das fand ich spontan sehr schön und treffend. Seither hatte ich nur im Internet solche Tests gemacht und die Ergebnisse waren mehr oder weniger eindeutig. Aber hier wird ein Phänomen beschrieben, in dem ich mich selbst auch wieder finde. Hier wird es nicht als Defekt beschrieben sondern als eine Eigenschaft, die mich ausmacht.

So fängt auch dieser Film an: „I am different from other people.“

Dieses „ich bin anders“ trifft meinen Bewußtseinszustand gerade im Kern. Leute sagen es auch immer wieder zu mir: „Du bist anders.“ Das ist nicht wertend. Früher habe ich mich immer gefragt, was meinen die Leute, wenn sie das zu mir sagen. Heute bin ich mir etwas klarer darüber.

Reden

Reden über das, was mich bewegt. Das ist es, was mir am meisten fehlt, wenn ich alleine bin. Dieses gegenseitige Ohr das zuhört und mitfühlt. Das wünsche ich mir.

blond und zierlich

Jede zweite Rückmeldung, die ich bekomme sagt: Ich bin ja nicht blond und zierlich. Wie viele Leserinnen habe ich mit dieser einen Zeile vom 27. März wohl schon abgehalten, sich bei mir zu melden?

Ich wollte beschreiben, wie mir Frauen gefallen. Von Äußerem komme ich zu einem dann zu einem tieferen Einblick. Also liebe Damen: Lest nicht nur den ersten Satz, sondern auch den letzten!

Und um das klar zu stellen: Ich habe auch schon große Frauen geliebt und brünette und dickhäutige. Letzteres aber nur im wörtlichen Sinne. Denn auf den Charakter kommt es mir dann schon an. 😉

 

Zuschriften

Ich habe zwei Zuschriften bekommen.

Zwei, drei kurze Zeilen. Was soll ich damit anfangen? So kann ich doch niemanden kennen lernen.

Bitte schreibe mir ausführlicher.

Wenn du in meinem kleinen Blog nicht mehr Anknüfungspunkte findest, als den, dass auch du dir eine Familie wünschst, dann passen wir wohl eher nicht zusammen.